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Betatester kritisieren Visual Basic.Net

Microsoft (Börse Frankfurt: MSF)hat die erste Beta seiner neuen Visual Studio.Net-Suite an ausgewählte Tester geliefert. Eine Reihe der Entwickler, die mit Visual Basic.Net arbeitet, äußerte jetzt ihre Bedenken zu etlichen Neuerungen. Visual Studio.Net enthält die .Net-Version etlicher von Microsoft-Programmiersprachen inklusive Visual Basic, Visual C++ und das neue C# (sprich: „C-sharp“). Allerings ist keine neue Visual J++-Version enthalten. Der andauernde Rechtsstreit mit Sun (Börse Frankfurt: SSY) über Java hat nach Aussage Microsofts dazu geführt, dass die Arbeit an J++ ausgesetzt wurde.

Die neuen Visual Studio.Net-Sprachen sind so ausgelegt, dass Entwickler Web-Services schreiben und wiederverwenden können. Das Paket soll im Verlauf des Frühjahrs mit einer zweiten Beta getestet werden und in der zweiten Hälfte des Jahres auf den Markt kommen.

Die Enwickler machen sich Gedanken, weil Visual Basic.Net so sehr anders ist als das Visual Basic das sie gewohn sind. Diese Tatsache empfinden sie als große Hürde, die User von einem Upgrade abhalten könnte. Manche von ihnen sagen die Ähnlichkeit mit der aktuellen Version 6.0 und den Vorgängern sei gering dass Microsoft gleich den Namen ändern solle. „VB.Net benutzt nicht wie die anderen VB-Versionen die Syntax und das Verhalten von MS Basic“, sagte der Chef von Barclay Software, Daniel Barclay. Das im texanischen Orange ansässige Unternehmen entwickelt Technologie für automatisierte Vorgänge im Bankensektor. „Die neue Sprache sieht zwar vertraut aus aber es ist nicht das selbe.“

„VB.Net könnte eine wirklich coole Sprache für neue Projekte sein, doch es lohnt sich nicht bestehende Projekte zu migrieren“, sagte Karl Peterson, einer der VB.Net-Tester. „Da wird es einfach keinen Migrationspfad geben. Bereits vorhandener, getesteter und funkionierender Code muss für den Gebrauch in der Zukunft komplett umgeschrieben werden.“ Auf einer Website VB.Not listet Peterson alle Inkompatibilitäten zwischen VB.Net und VB 6.0 auf.

„Wir verstehen dass das ein großer Schritt ist und versuchen die notwendigen Informationen dazu anzubieten“, sagte der Produktmanager des Visual Studios bei Microsoft, Robert Green. „Aber die Entwickler werden für sich selbst entscheiden müssen ob es ihnen das wert ist eine existierende Anwendung auf VB.Net zu übertragen.“ Weiter merkte er an: „Wenn ich eine Anwendung in VB 6.0 geschrieben habe, kann ich die portieren? – Wenn sie funktioniert sollte ich es vielleicht nicht versuchen.“ Microsoft plant nach Greens Angaben einen Upgrade-Wizard anzubieten, der Entwickler auf problematische Bereiche in ihrem Code hinweist, bevor sie upgraden.

Kontakt:
Microsoft, Tel.: 089/31760

ZDNet.de Redaktion

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