Nach mehreren Rückschlägen darf der Siemens-Konzern (Börse Frankfurt: SIE) die Telekom-Tochter T-Mobile zu großen Teilen mit der neuen UMTS-Technik versorgen. Damit habe T-Mobile einen starken Partner beim Aufbau der multimediafähigen Mobilfunk-Netze gefunden, sagte Telekom-Chef Ron Sommer in Berlin.
Mit dem Zuschlag für Siemens gebe die Telekom (Börse Frankfurt: DTE) gleichzeitig den Startschuss für einen „Langstreckenlauf“ bis zur Einführung der neuen Technik im Sommer kommenden Jahres. Bis Jahresende will der Ex-Monopolist 140 Millionen Euro (274 Millionen Mark) in die UMTS-Vorbereitung stecken. Siemens-Chef Heinrich von Pierer betonte, beide Unternehmen schlügen „ein neues Kapitel in der Entwicklung des Mobilfunks auf“.
Der Vertrag läuft dem Unternehmen zufolge über zehn Jahre. Er gilt nicht nur für den deutschen Markt, sondern auch für die T-Mobile-Töchter in Österreich (max.mobil), den Niederlanden (BEN) und Großbritannien (One2One). Zum Wert des Auftrags für Siemens machten beide Seiten keine Angaben. Für Siemens ist der Zuschlag durch die Telekom ein wichtiger Erfolg. Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr bereits eine Absage des weltgrößten Mobilfunkkonzerns Vodafone hinnehmen.
Auch die France-Télécom-Tochter Orange hatte Siemens im vergangenen Sommer von der Ausrüsterliste gestrichen. T-Mobile ist in Deutschland mit über 23 Millionen Kunden Marktführer beim herkömmlichen Mobilfunk. Mit dem UMTS-Start im dritten Quartal 2003 liegt das Unternehmen derzeit hinter dem Hauptkonkurrenten Vodafone, der erste Kunden schon im Herbst dieses Jahres mit den neuen Diensten anlocken will. Mobilcom (Börse Frankfurt: MOB) , E-Plus und Quam planen ihre Angebote 2003 in Betrieb zu nehmen.
Viag Interkom denkt wegen der unsicherern Marktaussichten über einen Start Ende 2003 nach. Die sechs Firmen und Konsortien hatten die UMTS-Lizenzen im Sommer 2000 für jeweils mehr als 16 Milliarden Mark erstanden. Sommer bezeichnete Experteneinschätzungen, dass sechs Anbieter auf dem deutschen Markt eigentlich zu viele seien, als „nicht ganz unberechtigt“. Angesichts der Kundenbasis von T-Mobile sei UMTS für die Telekom aber „kein Abenteuer“. Zudem böten sich durch die Multimedia-Dienste Synergien mit der Internet-Tochter T-Online (Börse Frankfurt: TOI) .
Aktuelles und Grundlegendes zum Universal Mobile Telecommunication System bietet ein News-Report zum Thema UMTS.
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