IT-Infrastruktur für KMUs: Small Business Server 2008 im Test

Die Installation ist zeitaufwändig, da eine Menge Software geladen wird. Zum Glück muss der Benutzer dabei nur selten eingreifen. Anders als seine Vorgänger geht SBS 2008 nicht mehr von einem Internetzugang mittels hauseigenem Proxy aus, sondern erwartet im Default-Fall einen externen NAT-Router oder eine NAT-Firewall, was die Sache erheblich erleichtert.

Exchange installiert sich automatisch inklusive Outlook Web Access (OWA). Auch die gängigsten Rollen und Funktionen für kleine Unternehmen richtet das Setup-Programm ein. Ferner werden eine interne Website und ein Remote-Webarbeitsplatz erstellt.

Ebenfalls enthalten sind ein gemeinsam genutzter Kalender, E-Mail über Outlook Web Access und der Standardclient Outlook.

Die Serverkonsole hat Microsoft umfassend überarbeitet. Die wesentlichen Optionen sind nun navigationsfreundlich auf Registerkarten angeordnet. Neue und verbesserte Assistenten unterstützen Routinetätigkeiten wie das Anlegen von neuen Benutzern oder das Erstellen von neuen Fileshares und Websites. Neben Berichtstools ist auch eine Backup-Funktion enthalten, die jedoch nur eine Sicherung auf externe Festplatten ermöglicht. Die Backup- und Wiederherstellungsoptionen sind im Vergleich zu Produkten anderer Anbieter eher begrenzt.

SBS 2008 verfügt über integrierte Backup-Optionen, deren Funktionen jedoch im Vergleich zu spezifischen Produkten anderer Anbieter begrenzt sind.

Lokale Client-PCs lassen sich einfach an die Domäne anbinden, und der Zugang zum Server wird automatisch konfiguriert. Ein Link namens „Internal Website“ bietet Zugang zum Hauptportal, über das die Benutzer gemeinsame Ressourcen wie Dokumente, Kalender und Aufgaben öffnen können. Mobile Benutzer nutzen diese Ressourcen, ohne sich über ein VPN einwählen zu müssen, denn für die Einrichtung eines VPN sind bereits Fachkenntnisse erforderlich. Sobald man etwas anspruchsvollere Aufgaben angehen will, bleibt nur die Nutzung der Standard-Windows-Server-Tools, deren Bedienung für unerfahrene Benutzer mitunter nicht ganz einfach ist.

Auch die Preise wurden korrigiert, jedoch ausschließlich nach oben. Lizenzen für die Nutzung der Funktionen der Premium Edition müssen jetzt gesondert gegen Aufpreis erworben werden. Die enthaltenen Sicherheitstools für den Server und Exchange sind nur Testlizenzen.

Die Sicherheitstools für Windows Server und Exchange sind leider nur Testlizenzen.

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ZDNet.de Redaktion

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