Die Sprachqualität des N97 Mini ist, wie von Nokia gewohnt, gut. Man versteht die Angerufenen deutlich, und die Lautstärke lässt sich so weit hochregeln, dass auch bei viel Umgebungslärm ein Gespräch möglich ist. Angerufene stellen fast keinen Unterschied zu Festnetztelefonaten fest – einzig, dass die Gespräche etwas kühl, aber nicht blechern klingen.

Bilder, die mit der 5-Megapixel-Kamera des N97 Mini aufgenommen werden, sind ordentlich. Die Farben wirken hell und echt. Die Kamera löst schnell aus, aber bis das Foto gespeichert ist, dauert es schon mal fünf bis sechs Sekunden. In dunkler Umgebung helfen zwei LED-Lichter, das Bild aufzuhellen, aber dennoch wirken die Fotos körnig. Bei solchen Lichtverhältnissen braucht man eine ruhige Hand, um Verwackeln zu vermeiden.

Der MP3-Player spielt Musik in einer hervorragenden Klangqualität ab. Dazu liefert Nokia sehr gute Ohrhörer mit. Noch mehr überzeugt im Test Nokias Bluetooth-Kopfhörer BH-504 – damit wird das Handy zu einem hervorragenden MP3-Player. In dieser Kombination könnte man fast seinen iPod verschenken, wenn da nicht die wenig intuitive Bedienung wäre. Klar, Wiedergabe, Stopp, Vor und Zurück sind gleich zu finden, aber wer weitere Einstellungen vornehmen oder bestimmte Lieder ansteuern will, muss such schon mächtig durch die Menüs arbeiten.

Die Akkulaufzeiten sind laut Hersteller kürzer als beim N97. Das liegt am schwächeren Akku. Hat der des N97 noch 1500 mAh Kapazität, so wird das N97 Mini mit einem 1200-mAh-Akku ausgeliefert. In der Praxis macht sich das aber nicht sonderlich bemerkbar. Höchstens Power-User könnten einen Unterschied feststellen. Bei mittelmäßiger Nutzung mit WLAN, E-Mail und MP3-Player hält das Mini schon zwei Tage durch – eine ganz passable Leistung.

Die größten Mankos des Mobiltelefons sind die Bedienung und die Nutzeroberfläche. Da hat sich im Vergleich zum großen Bruder nichts geändert. Die Menüs haben viele Unterpunkte, die Struktur ist oft unübersichtlich. Auch die Bezeichnungen mancher Menüpunkte sind irreführend oder unverständlich. Gleiches gilt für das Auswählen einzelner Funktionen und Einstellungen. Mal reicht ein einfaches Tippen, mal muss der Nutzer den gewünschten Punkt per Doppelklick aktivieren – hier fehlt die Stringenz. In Sachen Menüführung und Nutzeroberfläche darf Nokia gerne noch beim iPhone wie auch bei Android-Handys abkupfern.

Fazit

Das Nokia N97 ist ein gutes Handy mit ein paar Macken. Im Vergleich zum großen Bruder N97 hat sich nicht viel geändert: kleinere Abmessungen, deutlich weniger Speicher und etwas schwächerer Akku. Das alles ist aber verschmerzbar. Im Grunde bietet Nokia Kunden, denen das N97 zu groß und schwer war, ein kleineres Modell an.

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ZDNet.de Redaktion

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