Obwohl Google einen zensur- und werbefreien DNS-Dienst liefert, tut es das nicht aus rein philanthropen Beweggründen. Ziel von Google ist es, Daten zu sammeln. So kann Google nachvollziehen, welche Benutzer welche Domains aufrufen.

Über seine Suchmaschine kann Google nur ermitteln, auf welche Seite Benutzer klicken, die sie über Google gefunden haben. Webseiten, die ein Anwender durch Eintippen der URL in seinen Browser ansurft, lassen sich mit der Suchmaschine nicht erfassen.

Googles DNS-Dienst eignet sich zwar dazu, Werbung und Zensur auszuweichen, jedoch muss man sich darüber im Klaren sein, dass einiges an Daten erhoben wird, die Google zur besseren Steuerung seines milliardenschweren Werbegeschäfts braucht. Der DNS-Dienst ergänzt die Datensammlungen, die durch Google Analytics und Googles Browser Chrome mit der "E.T.-Funktion" (nach Hause telefonieren) erhoben werden.

Welche Daten das sind, erläutert Google in seiner Datenschutzerklärung: Die IP-Adresse von jedem Benutzer des Google-DNS-Dienstes speichert Google nur für 24 bis 48 Stunden. Das dient nach Bekunden von Google zur Gefahrenabwehr, etwa bei DDoS-Attacken. Diese Erklärung ist durchaus plausibel.

In die permanenten Logfiles gehen hingegen nur Geo-Location-Daten ein, die sich aus der IP-Adresse ermitteln lassen. Mit welcher Genauigkeit das funktioniert, kann man mit der eigenen IP-Adresse recht gut mit dem Geotrace-Dienst von nabber.org ausprobieren.

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ZDNet.de Redaktion

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