Videokonferenzen: eine echte Alternative zur Geschäftsreise?

Die VoIP-Software Skype kann sich jeder kostenlos aus dem Internet laden und auf seinen PC, Laptop oder sein Netbook installieren. Haben beide Skype-Gesprächspartner zudem eine Internet-Flatrate, können sie stundenlang ohne Zusatzkosten übers Internet telefonieren. Wenn bei beiden Rechnern auch noch eine passende Videokamera eingebaut oder angesteckt ist, sind sogar kostenlose Video-Telefonate möglich.

Die jüngste Skype Version 4.2 macht Videokonferenzen in 720p-HD-Qualität mit 1280 mal 720 Pixeln, bis zu 30 Bildern pro Sekunde und mit bis zu 25 Konferenzteilnehmern möglich. Dafür braucht der Rechner aber eine Skype-optimierte HD-Videocam und eine sehr stabile, symmetrische Breitband-Verbindung von mindestens 1 MBit/s im Downstream und im Upstream.

DSL 16.000 hat beim Upstream oft ein Limit bei nominal 1 MBit/s. Aber VDSL 50.000, VDSL 25.000, Kabel 32.000, HSPA+ und der UMTS-Nachfolger LTE etwa bieten auch im Upstream genug Reserven für die 720p-HD-Video-Kommunikation.

Will man die Skype-Videotelefonie nicht nur auf dem Laptop-Display, sondern auf dem Full-HD-Fernseher haben, kann man Bild und Ton via HDMI-Kabel vom Skype-Notebook auf das TV-Gerät übertragen. Da Mikrofone und Kameras von Laptops in der Regel nicht auf drei bis fünf Meter Entfernung, sondern auf 30 bis 50 Zentimeter Distanz optimiert sind, wird das Ergebnis nicht vollkommen zufriedenstellend ausfallen.

Kostenlose Softwarelösungen für Audio- und Videokommunikation finden sich auch im Instant Messenger ICQ, im Yahoo Messenger und im Windows Live Messenger. Damit sind prinzipiell die gleichen Experimente wie mit Sykpe auf PCs und Laptops möglich – auch der Anschluss per HDMI-Kabel an den HD-Fernseher.


Viele Laptops haben eine Videocam im Deckel, wie dieser Sony Vaio. Falls nicht, gibt es externe USB-Webcams, wie die zwei im Bild. Mit kostenloser Software lässt sich dann per LAN, WLAN oder 3G via Internet videotelefonieren (Foto: Harald Karcher).

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ZDNet.de Redaktion

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