Bericht: LG verschiebt Start seines Android-Tablets

LG Electronics hat die Markteinführung seines Android-Tablets auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen nicht näher benannten Vertreter des Unternehmens. Ursprünglich sollte das Gerät Ende 2010 in den Handel kommen.

Grund für die Verzögerung ist Googles Mobilbetriebssystem. Die aktuelle Version 2.2 sei „nicht die am besten für unsere Hardware geeignete Version“, heißt es in dem Bericht. LG werde mit der Veröffentlichung des Tablet-Rechners warten, bis „die zuverlässigste Android-Version“ zur Verfügung stehe.

Bloomberg zitiert ebenfalls eine anonyme Quelle bei LG, wonach die Hardware für das Tablet fertig sein soll und das Unternehmen nur auf die passende Software warte. Wahrscheinlich wird es sich dabei um Android 3.0 handeln, das für nächstes Jahr geplant ist.

Im Juli hatte LG angekündigt, im vierten Quartal 2010 ein Tablet herauszubringen, das unter Android läuft. Einen Monat später hatte Chang Ma, Vizepräsident für Marketing bei LG, noch damit geprahlt, das Gerät werde „besser sein als das iPad.“

Google kann LGs Entscheidung möglicherweise nachvollziehen. Vergangenen Monat hatte der Suchanbieter erklärt, Android sei noch nicht bereit für den Einsatz auf Tablets. Laut Hugo Barra, Direktor für mobile Produkte bei Google, wurde Android 2.2 Froyo nicht für diesen Formfaktor entwickelt. Beispielsweise funktionierten viele im Android Market erhältliche Anwendungen nicht auf Tablets. Erst künftige Android-Versionen würden an diese Geräteklasse angepasst.

Das hat andere Hersteller jedoch nicht davon abgehalten, Android-Tablets auf den Markt zu bringen. Beispielsweise kommt auf dem seit Anfang August erhältlichen Dell Streak Android 1.6 zum Einsatz. Ein Update auf Android 2.2 soll später folgen. Und Samsung hatte Anfang September auf der IFA in Berlin sein unter Android 2.2 laufendes Galaxy Tab vorgestellt, das diesen Monat in den Handel kommen soll.

ZDNet.de Redaktion

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