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Bericht: Amazons Tablet startet im Oktober

Amazon wird voraussichtlich im Oktober sein Android-basiertes Tablet veröffentlichen. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Quellen. Ein Amazon-Sprecher reagierte nicht auf Anfragen der Zeitung.

Nach Informationen des WSJ besitzt Amazons Tablet ein 9 Zoll großes Display. Auf eine Kamera wird verzichtet. Preis und Verkaufswege sind noch unklar, die Produktion übernimmt angeblich ein Hersteller aus Asien. Schon früher waren Gerüchte laut geworden, dass es sich dabei um Samsung handelt.

Offenbar fürchtet sich Amazon nicht davor, seinem E-Reader Kindle selbst Konkurrenz zu machen: Laut WSJ plant der Onlinehändler, dieses Jahr noch zwei neue Kindle-Versionen zu veröffentlichen. Eine der Quellen erklärte zudem, Amazon arbeite noch an einem zweiten Tablet mit eigenem Design, das kommendes Jahr auf den Markt kommen könnte.

Amazon hofft, mit einem eigenen Tablet eine Lücke in seinem Angebot zu schließen. Bisher hat es sich zwar als Anbieter digitaler Inhalte etablieren können, aber nur im E-Book-Bereich bietet es mit dem Kindle ein dazu passendes Lesegerät an – nach eigenen Angaben mit beachtlichem Erfolg, wenngleich es mit konkreten Zahlen geizt. CEO Jeff Bezos hatte seit Beginn des Jahres wiederholt angedeutet, dass sein Unternehmen demnächst einen Einstieg in das Tablet-Segment plant.

Der größte Gegenspieler wäre erwartungsgemäß Apple, das Amazon dann nicht nur im Musik- und E-Book-Bereich, sondern auch im Hardware-Segment herausfordert. Wie TechCrunch festhält, führt der einzige Wettbewerbsvorteil für Amazon über den Preis. Amazon müsste sein Tablet wohl für unter 300 Dollar auf den Markt werfen, um gegen das iPad anzukommen – was mit einem 9 Zoll großen Farbdisplay relativ schwierig werden dürfte.

Der taiwanische Branchendienst Digitimes war ursprünglich von einem Start im August ausgegangen. Er berief sich dabei auf Informationen von Komponentenherstellern. Dem Bericht zufolge spekulierte Amazon mit rund vier Millionen verkauften Exemplaren im laufenden Jahr.

ZDNet.de Redaktion

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