Apple-Update soll Anzeigeprobleme auf Macbooks Pro beheben


Das „MacBook Pro-Video-Update 1.0“ lässt sich manuell oder automatisch via Software Update installieren (Screenshot: Topher Kessler/CNET).

Mit einem gesonderten Update will Apple Anzeigeprobleme auf Macbooks Pro beheben, die auch mit Mac OS X Lion 10.7.1 und 10.7.2 noch nicht beseitigt wurden. Das gestern freigegebene „MacBook Pro-Video-Update 1.0“ ist rund 70 MByte groß und enthält neue Grafiktreiber für alle unterstützten GPUs sowie eine neue Version des OpenCL-Frameworks.

Trotz zuvor schon aktualisierter Treiber berichteten Macbook-Pro-Besitzer zuletzt weiterhin von Systemabstürzen in zufälligen Abständen, die einen schwarzen Bildschirm zur Folge hatten und ein Hard-Reset erforderten. In manchen Fällen gibt das System stattdessen eine Kernel-Panic-Meldung aus. Auch mit Snow Leopard und sogar mit Windows unter Boot Camp traten die Probleme offenbar schon auf, verschärften sich aber erst nach der Aktualisierung auf Lion.

OpenCL (Open Computing Language) ist eine relativ neue Technologie, die es unter anderem erlaubt, die parallele Rechenleistung von Grafikprozessoren für Aufgaben einzusetzen, die üblicherweise von einer CPU erledigt werden. Das kann Anwendungen beschleunigen, aber vermutlich löste OpenCL Konflikte mit den Schaltzyklen der GPU aus, die zu den genannten Problemen führten.

Apple hatte die Fehler erst kürzlich in einem Knowledge-Base-Artikel eingeräumt. Darin heißt es, dass Macbooks Pro „plötzlich einfrieren oder die Videowiedergabe beenden“ können. Zugleich versprach der Hersteller Abhilfe durch ein Software-Update. Ihm zufolge sind nur 15-Zoll-Modelle des Macbook Pro von Mitte 2010 betroffen, was eher ein Hardwareproblem vermuten lässt.

Wer während der Arbeit mit einem Macbook Pro regelmäßig schwarze Bildschirme erlebt, sollte den Patch nach einer Sicherung seines Systems installieren. Er ist über die Software-Update-Funktion erhältlich, aber auch als manueller Download von Apples Supportseiten. Das Update setzt Mac OS X 10.7.2 voraus, so dass gegebenenfalls zuerst auf diese Version des Betriebssystems aktualisiert werden muss.

ZDNet.de Redaktion

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