Evernote stellt App-Paket für Firmen zusammen

Evernote hat ein Online-Bürosoftware-Paket für kleine Unternehmen vorgestellt. Evernote Business wird ab Dezember 2012 für 10 Dollar pro Monat und Nutzer verfügbar sein. Es verspricht besonders umfassende Kollaborationsfunktionen für die in dem Dienst angelegten und dort gespeicherten Dokumente.

App-Sammlung Evernote Business

Die Dateien sammeln Firmen dazu online in sogenannten Notebooks – womit nicht ein Mobilrechner, sondern eine Notizensammlung oder Akte gemeint ist. Sie behalten laut Nutzungsbedingungen alle Rechte an ihren Dokumenten. Für Administratoren gibt es eine Verwaltungskonsole, die alle Zugriffe und Zugriffsrechte innerhalb der Firma verzeichnet.

Evernote-CEO Phil Libin zufolge war die Inspiration für Evernote Business der Eigenbedarf: „Wir haben immer Produkte entwickelt, die wir selbst nutzen wollten. Als wir uns vom kleinen Start-up zum weltweiten Unternehmen mit 200 Mitarbeitern entwickelten, brauchten wir ein Produkt, um gruppenweise Dokumente zu teilen, die Integration neuer Mitarbeiter zu verbessern und sicherzustellen, dass die Rechte an Geschäftsdaten klar definiert waren.“ Man freue sich, es nun auch anderen kleinen bis mittleren Firmen anbieten zu können.

Zu den Anwendungen zählen Evernotes Notizendienst, Web Clipper, das Skizzenprogramm Skitch, das Layout-Programm Clearly und der Kontaktmanager Hello. Außerdem gibt es eine Handschriftenerkennung und eine Karteikarten ähnelnde Lern-App fürs iPad namens Peek. Die Dokumente sind auf einer Vielzahl von Plattformen abrufbar und werden sich auch per App von unterwegs ändern lassen.

Evernote Business konkurriert mit Office-Paketen wie Google Apps for Business oder Microsoft Office 365. Der Fokus ist aber erkennbar anders: So hat Evernote beispielsweise keine Tabellenkalkulation im Programm, während Google und Microsoft keine Karteikarten-App anbieten.

[mit Material von Rachel King, News.com]

Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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