IDC meldet über 300 Millionen verkaufte Smartphones im zweiten Quartal

IDC zufolge wurden im zweiten Quartal 2014 erstmal mehr als 300 Millionen Smartphones weltweit ausgeliefert. Damit korrigiert es seine eigenen Zahlen von vor zwei Wochen, als es noch von 295,3 Millionen abgesetzten Einheiten ausging.

„Im zweiten Quartal des Vorjahrs beobachteten wir 240,5 Millionen verkaufte Exemplare, weshalb die neue Zahl eine Zunahme um 25,3 Prozent bedeutet. Android hat seinen Anteil noch vergrößert, was nur logisch ist, da viele Spitzenmodelle wie Samsung Galaxy S5, HTC One M8 und LG G3 jetzt verfügbar sind“, heißt es in der Mitteilung. Apples Marktanteil ist im zweiten Quartal hingegen zurückgegangen, da viele Kunden auf die Ankündigung eines iPhone 6 im September warten.

Unter den Android-Anbietern ist Samsung mit 29,3 Prozent Marktanteil noch führend, IDC zufolge bröckelt diese Position jedoch mit dem Aufkommen neuer Märkte wie Indien und China. So hatte Samsung vor zwei Jahren noch einen Anteil von 40 Prozent für sich, jetzt aber entscheiden sich viele Neukunden für Anbieter wie Huawei, Lenovo, LG und ZTE.

Für das Mobile-Phone-Team von IDC kommentiert Ramon Llamas: „Da sich viele OEM-Partner auf die Segmente unterhalb von 200 Dollar fokussieren, hat Android in Entwicklungsmärkten gewaltig hinzugewonnen. Im zweiten Quartal kosteten 58,6 Prozent aller weltweit ausgelieferte Android-Smartphones weniger als 200 Dollar ohne Vertrag, was sie im Vergleich zu anderen Geräten sehr attraktiv machte. Mit der kürzlich erfolgten Einführung von Android One, in dessen rahmen Google den Android-OEMs Referenzdesigns für unter 100 Dollar anbietet, wird sich der Anteil des Billigsegments noch erhöhen.“

Hinter Android mit 84,7 Prozent und iOS mit 11,7 Prozent hält sich Windows Phone auf Rang drei, hat aber fast einen Prozentpunkt gegenüber 2013 eingebüßt. Es erreicht jetzt 2,5 Prozent, vor Blackberry mit 0,5 Prozent. Andere Betriebssysteme machen zusammen 0,6 Prozent aus. Trotz neuer Windows-Phone-Modelle etwa von HTC erwartet IDC vorerst nicht, dass Windows Phone die 5-Prozent-Marke überschreitet.

Diese Woche hatte schon die Ratingagentur Fitch Samsung für 2015 stark rückläufige Anteile am weltweiten Smartphonemarkt und damit „ernsthafte Probleme“ vorausgesagt. Kommender Zuwachs sei vor allem in China und Indien zu erwarten, in denen aber lokale Hersteller wie Xiaomi und Lenovo aufholen. Bernstein-Analyst Mark Newman rät Samsung dringend zu preisaggressivem Wettbewerb in den aufstrebenden Märkten.

[mit Material von Mark Miller, ZDNet.com]

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Florian Kalenda

Seit dem Palm Vx mit Klapp-Tastatur war Florian mit keinem elektronischen Gerät mehr vollkommen zufrieden. Er nutzt derzeit privat Android, Blackberry, iOS, Ubuntu und Windows 7. Die Themen Internetpolitik und China interessieren ihn besonders.

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