Börsengang: Line-Aktie startet mit Kursgewinn von 36 Prozent

Der japanische Messaging-Anbieter Line ist erfolgreich an den Börsen in New York und Tokio gestartet. An der Wall Street notierte das Papier gestern zu Handelsbeginn mit 44,49 Dollar rund 36 Prozent über dem Ausgabepreis von 32,84 Dollar. Den Handelstag beendete die Aktie mit einem Schlusskurs von 41,58 Dollar, was einem Plus von 26 Prozent entspricht. Der Marktwert des Unternehmens liegt damit bei rund 9,3 Milliarden Dollar, wie Reuters berichtet.

Auch die Anleger in der japanischen Hauptstadt zeigten am Freitag großes Interesse an der Line-Aktie. Der Kurs kletterte nach Handelsbeginn um 48,5 Prozent auf 4900 Yen. Der Ausgabepreis lag hier bei 3300 Yen, was auch dem japanischen Börsenindex Nikkei zwischenzeitlich ein leichtes Plus bescherte.

Line ist dem Bericht zufolge mit rund 218 Millionen monatlich aktiven Nutzern der siebtgrößte Messenger weltweit. Seine wichtigsten Märkte sind derzeit Japan und der südostasiatische Raum. Für einen dualen Börsengang entschied sich Line nach eigenen Angaben, um „seine starke Position in Asien noch zu verbessern und seine weltweite Expansion aktiver zu gestalten.“ So könnte auch seine Marke in westlichen Nationen bekannter werden.

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Marktführer ist derzeit die Facebook-Tochter WhatsApp mit mehr als einer Milliarde Nutzern weltweit, gefolgt von Facebooks eigenem Messenger mit 900 Millionen Nutzern. Auch WeChat in China zählt deutlich mehr Anwender als Line, das in etwa auf Augenhöhe mit Telegram liegt.

Mehrheitseigner von Line ist der südkoreanische Internetkonzern Naver, das 2011 als NHN Japan startete, ehe es sich 2013 in Line Corp umbenannte. Der Messaging-Anbieter ist ein eigenständiges Unternehmen, zugleich aber auch Navers größte Einnahmequelle. Umsatz generiert Line in erster Linie mit Spielen und dem Verkauf von Emojis und elektronischen Stickern. 2015 setzte das Unternehmen 120,88 Milliarden Yen um, 28,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Daraus ergab sich jedoch ein Verlust von 7,97 Milliarden Yen. Die Bilanz des Geschäftsjahrs 2014 wies noch einen Überschuss von 2 Milliarden Yen aus.

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Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die ZDNet-Redaktion. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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