Computerprogramme, die bei der Erstellung der Steuererklärung helfen sollen, sind häufig unzuverlässig. Vor allem bei komplizierteren Fällen ergäben sich Fehlberechnungen von mehreren hundert Mark, berichtete die Zeitschrift „Finanztest“, die acht Programme unter die Lupe genommen hatte, am Dienstag in Berlin.
Probleme habe es unter anderem bei der Berücksichtigung von Dienstreisen und außergewöhnlichen Belastungen gegeben. In einem Fall lagen die Berechungen demnach sogar 700 Mark vom richtigen Ergebnis entfernt. „Damit ist den meisten Steuerzahlern nicht geholfen“, ziehen die Tester Bilanz. Wer umfangreichere Erklärungen erstellen müsse, „sollte auf einen Steuerberater nicht verzichten“.
Mit „sehr gut“ wurde lediglich das Programm Wiso Sparbuch 2001 bewertet. Weitere fünf Programme schafften „gut“, zwei weitere nur „befriedigend“. Die Mitarbeiter der Stiftung Warentest weisen zudem daraufhin, beim Kauf nicht nur auf das abgelaufene Steuerjahr zu blicken, sondern auch auf Software mit Steuertipps für das Jahr 2001 zu achten. Dies böten vor allem der Testsieger Wiso Sparbuch, Taxman („gut“) und Steuertipps PC („gut“).
Nicht vergessen sollten die Anwender zudem, die Kosten für die Software, die bei den getesteten Programmen von zehn bis 79 Mark reichte, in der Erklärung anzugeben. Sie könnten als Sonderausgaben oder Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden.
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