Damit der Armaturenträger eines Mittelklassefahrzeugs nicht aussieht wie das Cockpit einer Boeing 747, forschen Autohersteller weltweit an Lösungen. So soll der immer größer werdende Funktionsumfang über eine einfach zu bedienende Oberfläche zugänglich gemacht werden.
Der im F 500 Mind gezeigte Ansatz hört auf den Namen „Multivision-Display“ und basiert auf einem frei konfigurierbaren Cockpit. Dieses zeigt ähnlich wie derzeit angebotene PKWs Informationen wie Geschwindigkeit und Drehzahl in Form von klassischen Rundinstrumenten mit Zeigern an. Ein darüber positionierter, halbdurchlässiger Spiegel sorgt jedoch zusätzlich dafür, dass diese Anzeigen gegebenenfalls mit anderen Informationen überlagert werden können.
So kann auf Knopfdruck anstatt des Drehzahlmessers die Anzeige für einen Abstandswarner oder das Navigationssystem eingeblendet werden. Würde alles zur selben Zeit angezeigt, käme es unweigerlich zu einer Informationsüberflutung. Daher kann die Auswahl der Anzeigen im Display über Tasten am Lenkrad vorgenommen werden.
Die Bedienung zahlreicher Funktionen erfolgt über ein Touchpad und ein Display, das neben der Multivision-Einheit platziert ist. Das Touchpad ist in die Armauflage des Fahrers eingelassen. Auf die klassischen Schalter wird jedoch nicht gänzlich verzichtet: Nähert sich die Hand des Fahrers dem Schalter für die Sitzverstellung, können über das Touchpad Funktionen aktiviert werden, die nicht ständig genutzt werden. Sie müssen somit nicht in Form eines eigenen Schalters repräsentiert werden. Dazu zählt beispielsweise die Massage- und Belüftungsfunktion des Gestühls.
- Ausblick auf die S-Klasse von morgen: Mercedes F 500 Mind
- Drive-by-Wire: Kommandos werden elektronisch übertragen
- Multivision-Display: Kontextsensitives und frei konfigurierbares Cockpit
- Nightvision: Die Nacht wird zum Tage
- Cone of Sound: Jedem Mitfahrer seine Lieblingsmusik - ohne Kopfhörer
- Rückschläge und Grenzen des Fortschritts
Neueste Kommentare
6 Kommentare zu Ausblick auf die S-Klasse von morgen: Mercedes F 500 Mind
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Geil, muss man haben
So ein Auto bzw. Technik muss man haben.
Da zahlt man doch gerne 70% des Kaufpreises nur für eingebaute el. Spielereien.
Bei der nächsten Viruswelle, muss dann diese Unsinnskarre solange in der Werkstatt verweilen, bis Mercedes (M$?) endlich ein Update oder Bugfix zur Verfügung stellt; sonst fährt mich die virenverseuchte Karre vielleicht noch vor’n Baum.
Und die Wertbeständigkeit passt sich dann dem Computerniveau an, d.h. Mercedes S-Klasse, 2 Jahre alt, € 150,–. Ist das Auto 4 Jahre kommt nur noch die Entsorgung in Frage, da es weder Updates noch mech. Ersatzteile mehr gibt?
AW: Geil, muss man haben
Ich kann deine Skepsis verstehen,
aber ich bin der Meinung,
solche Prototypen sind wichtig.
Immer mehr Computertechnik wird in Autos
verbaut, das ist jetzt schon Realität.
Damit diese aber sinnvoll eingesetzt
werden kann, muss man diese erproben.
Nur so kann etwas neues zuverlässig und sinnvoll nutzbar werden. Da wird natürlich auch einiges an neuen Features wegfallen, weil sie eben doch nicht so toll sind, wie anfangs gedacht.
Eines sollte aber nicht in der Autoindustrie so gemacht werden wie in der Computerindustrie: Prototypen von Anwendern in freier Wildbahn testen lassen!
THE MAN
AW: AW: Geil, muss man haben
Wie schon erwaehnt sind Prototypen sinnvoll und mann muss einfach mal ein bisschen rumspinnen duerfen. Das grosse problem bei der by-wire technik ist und bleibt, dass mechanik zuverlaessiger funktioniert als Elektronik. Aus diesem Grund bin ich ueberzeugt, dass in den naechsten 5 – 10 Jahren kein Serienfahrzeug mit dieser Technik angeboten wird. Es ist einfach ein unkalkulierbares Risiko welches enormen Schaden bei den direkt Betroffenen (Autoinsassen) und den Firmen in Form von Imageschaden und Regressanspruechen verursachen wuerde.
Im uebrigen wird bei den Systemem im Auto ein eigenentwickeltes OS verwendet und kein Windows oder Linux
AW: AW: AW: Geil, muss man haben
ich finde die technik sinnvoll. endlich mal wieder etwas, was das auto an sich weiterbringt, und nicht nur spielereien, wie klima, navi usw.
zuverlässig muss die technik auch sein, denn alle modernen flugzeuge werden "by wire" gesteuert – ist aber vielleicht auch eine frage des preises.
AW: AW: AW: AW: Geil, muss man haben
Ich habe zwar keine Ahnung, aber es herscht auch in allen Flugzeugen ein striktes Mobiltelefonverbot. Muss ich jetzt befürchten dass man die Kontrolle übers Auto verliert wenn einer am Straßenrand telefoniert?!? Ok, ich weiss, es hat bestimmt keine Folgen. Aber es passte so schön.
Übrigens den C 111 aus dem Artikel mag ich am liebsten leiden, egal wie alt der sein mag.
OS ?
na da bleibt wohl nur noch die Frage,
welches OS eingesetzt wird….?!
Viren ? Hacker ? updates ?
Also ich freu`mich schon auf das erste
"Na, hat Dein Mercedes auch den Autoboost-Worm?" "Jop, seitdem muss ich bei Linkskurven immer das Licht einschalten, sonst geht er aus!"