Die Hersteller klassischer Notebooks müssen sich in Anbetracht des Interesses fragen lassen, wieso sie selbst nicht günstige Modelle auf den Markt bringen, die gleichermaßen in Entwicklungsländern und der „Ersten Welt“ ihre Käufer finden.
Mobile Rechner für den Schuleinsatz wurden von der damaligen Bildungsministerin Edelgard Bulmahn schon vor fünf Jahren ins Gespräch gebracht. Partner aus der Wirtschaft sollten dafür sorgen, dass jedem Schüler in Deutschland bis zum Jahre 2006 ein Laptop zur Verfügung stehe. Fragt man jetzt im zuständigen Ministerium, dem BMBF, nach, stößt man auf eher betretenes Schweigen. Die Ministerin sei ja nicht mehr im Amt, und die neue müsse sich erst einarbeiten… Es ist also nichts draus geworden, wie ja die bereits zitierte BMBF-Studie selbst belegt.
Anfang November 2005 wurde eine neue Initiative bekannt: Unter dem schönen Namen „Bildungsoffensive 2006“ kündigte die „Bonner Akademie“, die zur Zürich Gruppe gehört, an, bis zum 31. Januar ein subventioniertes (HP-)Notebook für 998 statt 1800 Euro auf den Markt zu bringen. Zielgruppe: Schüler. Das Notebook kommt im Paket mit einer ganzen Reihe Software daher (siehe Tabelle) und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Eine Internet-Suche zeigt allerdings, dass das gleiche HP-Notebook inzwischen schon ab 978 Euro angeboten wird – wer sich für das Bundle entscheidet, sollte also genau prüfen, was ihm die mitgelieferte Software wert ist.
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