Wie das Branchenportal EETimes berichtet, hat Gartner-Chefanalyst Bryan Lewis auf der Design Automation Conference schlampiges GPU-Design als Ursache für die Hardwareprobleme der Xbox 360 genannt. Im Designprozess des Grafikchips sei ein wichtiger Schritt übersprungen worden, so Lewis. Dadurch komme es zu Komplikationen, die Xbox-360-Besitzer als „Red Ring of Death“ (RRoD) bezeichnen.
Drei rot leuchtende Lämpchen rund um den Einschaltknopf der Microsoft-Konsole zeigen ein Überhitzungsproblem des Chips an. Sie signalisieren, dass die Konsole in Kürze abgeschaltet wird.
Lewis zufolge resultieren die Probleme aus einer übertriebenen Sparsamkeit der Redmonder: Microsoft habe den Chip selbst entwickeln wollen, anstatt auf Lösungen eines GPU-Spezialisten wie Nvidia oder AMD (ATI) zurückzugreifen. Man habe das Design der Schaltungen selbst in die Hand genommen und den Chip vom taiwanischen Auftragsfertiger TSMC in Masse produzieren lassen. Dass dies ein Fehler war, habe auch Microsoft erkannt und schließlich doch noch ATI ins Boot geholt, so Lewis.
Letztendlich hat sich das Sparen laut Lewis nicht gelohnt, weil Microsoft mittlerweile eine Milliarde Dollar in die Reparatur der kaputten Konsolen investieren musste. Eine endgültige Lösung sei mit der neuen Chipgeneration in 65-Nanometer-Strukturbreite zu erwarten, auf die in den kommenden Monaten umgestellt werden soll.
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2 Kommentare zu GPU-Design ist angeblich Schuld an Xbox-Problemen
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Und was hat Oma schon gesagt
Jung watt nix koss datt is och nix !!!!!!
AW: Und was hat Oma schon gesagt
Ich dachte da an: "Schuster, bleib bei deinen Leisten."