Der chinesische Suchanbieter Baidu hat einen hochrangigen Manager von Google China abgeworben. Das berichtet die Financial Times. Demnach ist Jeng Wang bei Baidu ab sofort in der Position eines Vizepräsidenten für den Bereich Engineering verantwortlich. Google hat inzwischen bestätigt, dass Wang Anfang des Monats das US-Unternehmen verlassen hat.
Baidu dominiert den chinesischen Markt für Internetsuche. Das Unternehmen profitiert davon, dass Google Ende März seine Suchmaschine nach Hongkong ausgelagert hat, um der in China geltenden Zensur zu entgehen.
Laut Financial Times ist es das erste Mal, dass Google eine Führungskraft an seinen chinesischen Mitbewerber verliert. Eine von Analysten und Branchenbeobachtern nach Googles Rückzug befürchtete Abwanderungswelle sei aber ausgeblieben. Bisher hätten sich erst sehr wenige Google-Angestellte dazu entschlossen, dem Suchanbieter den Rücken zu kehren. Google hatte im März erklärt, dass Forschung, Entwicklung sowie ein Vertriebsbüro in China verbleiben.
Die Auslagerung der chinesischen Suchseite zeige erste Auswirkungen auf Googles Marktanteil in China, so die Financial Times weiter. Der von der Volksrepublik ausgehende Datenverkehr sei genauso zurückgegangen wie Googles Werbeumsätze, erklärte Li Zhao, Suchexpertin des Pekinger Marktforschungsunternehmens Analysys. Grund dafür seien anhaltende Störungen der Suchmaschine in Hongkong sowie chinesische Websites, die ihre Zusammenarbeit mit Google beendet hätten.
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