Brustkrebs ist mit rund 78.000 Fällen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Drei Millionen Frauen zwischen 50 und 75 Jahren in Deutschland nehmen jährlich am Mammographie-Screening-Programm (MSP) teil. Dennoch bleiben viele Fälle unentdeckt.
Laut der im Januar 2025 im Fachjournal „Nature Medicine“ veröffentlichten „PRAIM-Studie“ kann der Einsatz von KI die Brustkrebserkennung verbessern. Für die Studie wurden die Daten von über 460.000 Frauen ausgewertet, die zwischen 2021 und 2023 an insgesamt zwölf Standorten in Deutschland am Mammographie-Screening-Programm teilnahmen. Die Brustkrebserkennungsrate stieg durch KI um 18 Prozent, ohne dass mehr Folgeuntersuchungen notwendig waren.
Röntgenbilder in der Open Telekom Cloud
Die größte Studie dieser Art weltweit wurde von der Universität Lübeck, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und Vara durchgeführt. Vara setzt in 40 Prozent der deutschen Brustkrebs-Screening-Zentren für die Analyse von Röntgenbildern eine KI ein. „Die Untersuchungsergebnisse werden genauer und die Fachkräfte werden entlastet, da der Arbeitsaufwand sich um über 70 Prozent reduziert. Das bringt zudem enormes Potenzial für Kostenersparnis im Gesundheitssystem bei gleichzeitig erhöhter Qualität“, sagt Stefan Bunk, CTO Vara. Die von Vara verarbeiteten Röntgenbilder werden sicher in der Open Telekom Cloud (OTC) gespeichert, auf die die autorisierten Fachkräfte jederzeit ortsunabhängig Zugriff haben.
Die OTC erfüllt die strengen Sicherheitsstandards und Datenschutzbestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU. Die Benutzeroberfläche und Programmierschnittstellen sind so gestaltet, dass sie einfach zu bedienen sind und eine schnelle Implementierung von Anwendungen und Diensten ermöglichen. Zudem kann die OTC seit 2021 von Berufsgeheimnisträgern im Sinne des § 203 Strafgesetzbuch (StGB) für die Ablage und Verarbeitung besonders zu schützender Informationen genutzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Radiologische Fachkräfte, die die Vara KI-Analysen einsetzen. 2Wir können den Speicherplatz und die Rechenressourcen auf Knopfdruck flexibel anpassen, was die Kosten für uns und für unsere Kunden reduziert“, sagt Bunk.
Neueste Kommentare
Noch keine Kommentare zu Mit Künstlicher Intelligenz gegen Brustkrebs
Kommentar hinzufügenVielen Dank für Ihren Kommentar.
Ihr Kommentar wurde gespeichert und wartet auf Moderation.